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Gesundheitsrisken Sind die Lebensmittel noch essbar?

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Alt 06.10.2011, 13:55   #1
madam mim
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Standard Rattengift in Containern

Hallo,

ich habe gerade die Info von jemanden erhalten, dass er z.B. nie einen Blumenkohl mit nehmen würde, weil auch ab und an Rattengift lose in die Container verstreut würde. Einen Apfel ja, den kann man ja abwaschen.

Bin nun etwas verunsichert. Hat da jemand andere Infos.

LG Madam Mim
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Wenn es niemandem schadet tu was du willst. Bedenke bei all deinem Tun es fällt mannigfaltig auf dich zurück.
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Alt 06.10.2011, 14:50   #2
IchHabDochNurHunger
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Ich weiss nur von aufgespannten Mausefallen (zum Glück nicht aus eigener Erfahrung)...
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Alt 06.10.2011, 15:57   #3
BigMäxx
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Ich halte das eher für eine Latrinenparole.

Nehmen wir mal das berühmt-berüchtigte Mindesthaltbarkeitsdatum. Rückt es heran, werden manchmal Lebensmittel verbilligt angeboten. Ist es überschritten, landet das Zeug im Müll. Der Grund dafür ist nicht nur, dass es wirklich niemand mehr kaufen würde. Bei Überschreiten des MHD geht die Verantwortung vom Produzenten auf den Händler über! Und Händler sind gesetzlich verpflichtet, nur Lebensmittel anzubieten, die für den Verzehr geeignet sind.
Das Risiko, deswegen mal verklagt zu werden, gehen Aldi und Co nicht ein.

Für das Auslegen von Rattengift gibt es recht strenge gesetzliche Vorschriften. Sogar in öffentlichen Parks (wo nun eher nicht vom Boden gegessen wird) müssen diese signalroten Hinweisschilder angebracht werden. Dazu kommt, dass außerhalb von privaten, für andere nicht zugänglichen Bereichen, das Ausbringen von Rattengift nur für zugelassene Schädlingsbekämpfer erlaubt ist.
Auch hier: Das Risiko, geht kein Händler ein! Es drohen Gefängnisstrafen und teure Zivilklagen. Von dem Imageverlust mal ganz abgesehen.
Was würde wohl geschehen, wenn in der Bildzeitung berichtet wird, dass ein bestimmter Lebensmitteldiscounter unachtsam mit Gift umgeht?

LG
BigMäxx
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Alt 06.10.2011, 21:30   #4
StefⒶn
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Naja aber zumindest für Wasch-/Putzmittel gibt es erwiesene Fälle und außerdem ist ein Container auf Firmengelände, womöglich noch mit Dreikant verschlossen, ja eindeutig im dem von dir beschriebenen legalen Rahmen, und das Lebensmittel Ratten anlocken könnten ist nicht total abwägig als Argumentation.
Aber nein davon habe ich noch nicht gehört und kann es mir auch eher schlecht vorstellen weil man gerade bei Mülltauchern immer mir Medialer Aufmerksamkeit rechnen muss und Betroffene es in der Vergangenheit verstanden haben sich bundesweit gehör zu verschaffen wär das ne dumme Idee der Läden.
Oder um es frei nach Morpheus zu sagen:
Lasst uns denen da oben eine Nachricht senden, "Wir sind noch hier und wir haben Keine Angst!" ^^
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mfg,
Stefan

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Alt 06.10.2011, 22:49   #5
BigMäxx
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Zitat:
Zitat von Stef@n Beitrag anzeigen
Naja aber zumindest für Wasch-/Putzmittel gibt es erwiesene Fälle
Gibt es da wirklich dokumentierte Fälle? Ich glaube schon, dass so etwas passiert, hat jemand einen Link, eventuell sogar Bilder? Das würde mich sehr interessieren!

Zitat:
Zitat von Stef@n Beitrag anzeigen
außerdem ist ein Container auf Firmengelände, womöglich noch mit Dreikant verschlossen, ja eindeutig im dem von dir beschriebenen legalen Rahmen
Ich habe das weiter oben sehr verallgemeinert. Konkret ist es so, dass jedes Bundesland dazu eigene Verordnungen erlassen muss. Das geschieht auf Grundlage des § 13 Absatz 2 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen (Bundes-Seuchengesetz) vom 18. Juli 1961.
Ob in den einzelnen Bundesländern das Gelände eines Supermarktes zu dem Bereich gehört, in dem auch Nicht-Fachleute Rattengift auslegen dürfen (und auch, ob es überhaupt erlaubt ist!) ist aber sehr fraglich! Leider ist das in dem Wirrwar der Durchführungsbestimmungen zu den einzelnen Verordnungen oft nur schwer feststellbar. Hier überschneiden sich auch das o.g. Bundes-Seuchengesetz und das Lebensmittelrecht mitsamt diversen Durchführungsbestimmungen.
Als Faustregel gilt dabei aber, dass es durch gesetzliche Bestimmungen immer erschwert wird, Lebensmittel und Gifte in engen räumlichen Zusammenhang zu bringen. In Hamburg würde das Ausbringen von Rattengift auf dem Gelände eines Supermarktes schwer bestraft!
Bekannt geworden sind diverse Verfahren gegen Bäckereibetriebe, im Zusammenhamg mit Rattengift.

Wichtig ist aber, das ein so oder ähnlich lautender Teil in allen Verordnungen bundesweit enthalten ist:
Zitat:
(1) Das Gift ist so auszulegen, dass Unfälle vermieden werden. Im Freien und in unverschlossenen Räumen sind Giftköder so zu sichern, dass Menschen und Haustiere nicht gefährdet werden können.
(2) Auf die Auslegung des Giftes muss durch an auffälliger Stelle angebrachte, deutlich sichtbare Warnzettel hingewiesen werden. Die Warnzettel müssen das angewandte Präparat und den Wirkstoff angeben und das bei einer Vergiftung von Menschen und Haustieren anwendbare Gegenmittel bezeichnen.
Also einfach Augen auf, dann kann da kaum etwas passieren.

Gift direkt in einem Container auszulegen ist aber ohnehin praktisch verboten:
Zitat:
(1) Fünf Tage nach jeder Giftauslegung sind die ausgelegten Giftköder restlos zu entfernen und zu verbrennen. Giftköder, die als Giftstoff lediglich Cumarin-Abkömmlinge enthalten oder deren Auslegestellen ständig überwacht werden, dürfen höchsens zwei Wochen liegen.
(2) Giftköderreste, die Thalliumverbindungen enthalten, darf nur entfernen und unschädlich machen, wer sie ausgelegt hat oder wer von der zuständigen Behörde dazu ermächtigt worden ist. Sie dürfen nicht verbrannt, sondern müssen mindestens einen halben Meter tief vergraben werden.
Die Konsequenz daraus ist klar: Das Gift darf nicht einfach im Container verstreut werden, da es ja wieder entfernt werden muss. Und das Entfernen vor der Abholung durch den Entsorgungsbetrieb muss auch sichergestellt sein. Das ist in der Praxis kaum realisierbar.
Übrigens ist das Auftreten von Ratten bundesweit meldepflichtig.

Meine Kenntnisse zu dem Thema haben einen verdammt traurigen Hintergrund.

LG
BigMäxx
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Alt 09.01.2012, 08:10   #6
Federchen
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Beiträge: 21
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Guten Morgen,

ich habe mir auch meine Gedanken gemacht und möchte das Thema noch mal aufwärmen:

es geht ja nicht nur darum, dass für die Verantwortlichen das Verstreuen von Gift verboten ist. Leider gibt es solche kranken Menschen, die sich einen Spaß aus so etwas machen (Auslegen von Giftköder für Hunde, Öl auf ausgewiesene Motorradstraßen gießen etc). DAS sind doch die wirklich gefährlichen Menschen.
Kennt ihr einen Fall, wo dies schon mal vorkam? Macht ihr euch darüber auch Gedanken bzw. was tut ihr, um einer (hypothetischen) Vergiftung vorzubeugen?

Lg Federchen
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Alt 13.01.2012, 10:36   #7
CaptainKilo
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Beiträge: 5
Standard

Ich sah in nebeneinanderstehenden und mit einem durch die Griffe gezogenen Gurt versehenen Mülltonnen bei einem Kaufland mal verstreutes Pulver - für Waschmittel roch es zu grenzwertig. Was auch immer es gewesen ist - gesund sah es nicht aus.
CaptainKilo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2012, 12:48   #8
hunter
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Ort: Braunschweig
Beiträge: 151
Standard Waschpulver

Zitat:
Zitat von StefⒶn Beitrag anzeigen
Naja aber zumindest für Wasch-/Putzmittel gibt es erwiesene Fälle und außerdem [....]
Also, ich habe bisher einmal bei Aldi ne Tonne (ich glaub es war Gemüse drin) gesehen wo oben drauf schön großflächig Waschpulver draufgestreut wurde. Hab ich leider nicht fotografiert.
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Alt 15.02.2012, 09:46   #9
-=Keeper=-
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Beiträge: 36
Standard Waschpulver und ähnliches...

Ich selbst habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass Wasch- und/oder Spülmittel großzügig in den Containern verteilt wird.

Besonders hier in Österreich bei den "BILLA" Läden ist das eine sehr gängige Praxis, zumindest in dem Gebiet, in dem ich früher unterwegs war.
-=Keeper=- ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.02.2012, 13:04   #10
food-saverin
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Registriert seit: 22.01.2012
Ort: Essen
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Beiträge: 57
Blog-Einträge: 5
Standard

Zitat:
Zitat von Federchen Beitrag anzeigen
Macht ihr euch darüber auch Gedanken bzw. was tut ihr, um einer (hypothetischen) Vergiftung vorzubeugen?

Lg Federchen
erst mal alles vorkosten, bevors verarbeitet wird. mehr mach ich eigendlich nicht.
aber ich hab das glück, ein paar richtig saubere tonnen gefunden zu haben...alles je nach lebensmittelart fein säuberlich einzeln eingetütet...also alles gemüse in einer, alle milchprodukte in der nächsten...

ich hab so ne art kalender, aber ohne die monate, zum an die wand hängen.
der heißt : was tun im notfall,
da ist alles drin beschrieben von A wie anatmen von gegenständen bei kleinkindern bis z wie zerrungen, auch telefonnummern von giftnotzentralen und richtiges verhalten bei solchen fällen.
sowas sollte jeder zuhause haben.
gibts in aphotheken und beim kinderschutzbund zb.
__________________


Urteile nie über den Weg eines anderen, wenn du nicht in seinen Schuhen gelaufen bist.


Hartes Brot ist nicht hart,
gar kein Brot, das ist hart.
(Wandbild in einer Suppenküche)

Geändert von food-saverin (15.02.2012 um 13:07 Uhr)
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